Sonntag, 14. Juli 2024
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Samstag, 13. Juli 2024
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Freitag, 12. Juli 2024
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Donnerstag, 11. Juli 2024
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Sonntag, 7. Juli 2024
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Sonntag, 30. Juni 2024
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Freitag, 28. Juni 2024
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Sonntag, 23. Juni 2024
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Freitag, 21. Juni 2024
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Dienstag, 18. Juni 2024
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Montag, 17. Juni 2024
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Samstag, 28. Oktober 2023
Resilienz gegen Kriegslogik
Die weltpolitische Entwicklung verschlägt mir zunehmend die Sprache.

Auch wenn kritisch denkende Menschen wissen, dass Kapitalismus und Nationalismus erwartbar zu Suprematie-Wahn und Krieg führen; auch wenn alle wissen können, dass die Übernutzung von Ressourcen zu Zerstörung, Mangel und damit zu Kriegen in all ihren Formen führen; entsetzen mich dennoch die rasend schnelle Militarisierung auch europäischer Gesellschaften, die Kaltherzigkeit von Massenabschiebungen und Sterbenlassen, die Machtgeilheit von Politiker*innen, die Dummheit und Selbstgeilheit, mit der Verschwörungstheorien und der Banalität von Hass gefolgt wird, und die ungeheure Brutalität, mit der vertrieben, vergewaltigt, bombardiert, gemordet, entführt und sterben gelassen wird.

Ich habe eine gewisse Resilienz gegen Grauen und Vernichtungsängste, nachdem ich mit dem NATO-Doppelbeschluss aufgewachsen bin, der Militarisierung sowie das Risiko von Massenvernichtung und der Auslöschung Deutschlands als Pufferzone zwischen Ost und West in Kauf genommen hat. Auch da wurden der Wille des progressiven Teils der Bevölkerung ignoriert, warnende und pazifistische Stimmen niedergeschrien und massenhaft Ressourcen in Kriegsgerät statt in Soziales, Kultur und Bildung gesteckt. Auch da war Massenvernichtung jederzeit möglich und wurde mehrmals nur sehr knapp verhindert.

Vielleicht deshalb gerate ich weniger schnell in Panik und Verzweiflung - nicht, weil es mir egal wäre oder ich kein Mitgefühl hätte! Im Gegenteil, ich erkenne Muster wieder und verstehe, dass das Erzeugen eines Angstklimas Teil der Kriegsstrategie, von Kapitalismus und Rassismus ist. Ich erkenne auch die Muster wieder, in denen von Zwangsläufigkeit und „Zeitenwende“ die Rede ist, obwohl all dies auch anders hätte entschieden werden können. Muster, in denen die eine Seite komplett zur guten Seite erklärt wird (meist Nato, Ukraine, Israel,…), und eine andere Seite zwingend die komplett böse sein müsse (meist Putin, Muslime, Gaza,…). Jede Kritik an den „Guten“ wird dann als Fürsprache für die „Bösen“ gedeutet (die es oft ist, aber oft auch nicht) – ein funktionierender Trick, um Kritik zum Schweigen zu bringen und jegliche Diskussion zu ent-rationalisieren. Die Expansionspolitik und Wortbrüchigkeit der Nato wird auf diese Weise ebenso un-diskutierbar wie Hinweise auf Autoritarismus und Korruption im ukrainischem Regime und die humanitäre Kritik an Internierung und Bombardierung von zwei Millionen Menschen in Gaza, die keineswegs alle für die Hamas oder gar ihren widerwärtigen Überfall auf Israel sind.

Schon mal – noch dazu in prägendem Alter – mit Kriegslogik und potentieller Massenvernichtung konfrontiert gewesen zu sein, macht mich resilienter dagegen, in Panik und Verzweiflung zu versinken. Dennoch entsetzen mich das Leiden der Menschen unter anderen in Ukraine, Kongo, Jemen, Gaza und Israel. Je mehr sich das Desaster von Klimazerstörung, Kriegen, Rassismus und Femiziden steigert, umso weniger funktioniert dieser Schutz – besonders wenn ich die Machtgeilheit, Null-Empathie und Kaltschnäuzigkeit von Entscheidungsträger*innen und Populist*innen nicht mehr ertragen kann. Spätestens wenn ich dazu noch Filme über die Friedens-, Frauen- und Ökobewegungen aus den 1980er sehe, schnürt es mir die Luft ab in Anbetracht von 40 Jahren und mehr Widerstand gegen Machtgier, Brutalität und Vernichtung, in denen immer wieder und wieder und wieder klargemacht werden muss: Leben ist kostbar, Menschenrechte gelten für alle und Krieg ist niemals eine Lösung.

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Donnerstag, 16. Februar 2023
Ein Frühling ohne Drachen ist wie ein Fisch ohne Fahrrad (Skye 1)
Skye saß fröstelnd im Garten und fragte sich, was sie eigentlich mit sich angefangen hatte, bevor Drax in ihr Leben geschlüpft war. Sie hatte mit Drax ihre Welt neu entdeckt und stellte jetzt fest, dass ihr das Lachen, Mosern und Ankuscheln des Drachens in ihrer Wohnung schrecklich fehlte. Nun war es fürs Erste egal, ob und wann sie frühstückte, ob sie einkaufte und was sie mit ihrem Tag anfing.

Im Winter war Gwen ein paar Mal zu Besuch gekommen und sie hatten beraten, ob es eigentlich fair war, dass Drax nun mit diesem Ekelpaket von Drachen, Draco, so viel Zeit in der Kommune verbringen musste, um drachenhaftes Verhalten, vor allem Feuerspucken zu lernen. „Nah, immerhin ist es für Draco die Höchststrafe, von seinen eitlen Verwandten getrennt zu sein und in der Kommune klarkommen zu müssen, wo ihm seine ganze Angeberei rein gar nichts nutzt“, schloss Gwen, bevor sie sich erneut auf Reisen begab.

Skye stromerte durch ihre Wohnung, las kurz ein Buch und legte es gleich wieder weg. Sie ging spazieren, was ihr ohne Drax sehr langweilig vorkam. Sie lungerte herum und die Stille rauschte in ihren Ohren. Sie versuchte, sich neue Hobbys zu erschließen, aber alles kam ihr vor wie Selbstbetrug, weil sie Motorradfahrten mit Drax und Ankuschelschläfchen nach einer ausgiebigen Nudelmahlzeit so sehr vermisste. Diese Unruhe wurde auch nicht besser dadurch, dass die Seuche offiziell für beendet erklärt wurde und alle nun nach drei Jahren Einschränkungen wieder überall hingehen konnten. Skye war wie viele total überfordert, weil nun wieder massenhaft Leute herumrempelten. Frische Lust und blauer Himmel war durch Flug- und Autoabgase ebenso vorbei wie die angenehme Verlangsamung der letzten Jahre. Alle mussten sich nun neu sortieren und die lautesten Menschen nahmen am schnellsten wieder Plätze in Beschlag – public party inklusive.

Skye war ratlos und verunsichert, sich nun doppelt nicht zurecht zu finden: Was mochte sie eigentlich, ohne sich jeden Tag nach Drax zu richten? Und was wollte sie eigentlich tun, nun wo fast alles wieder möglich war, von dem sie vieles von „vorher“ aber gar nicht mehr mochte? Sie fuhr in die Stadt, um ein neues Buch zu kaufen, stromerte dort aber völlig verloren durch die Läden, zuckte vor Enge und Rücksichtslosigkeiten zurück, konnte sich für nichts entscheiden und fuhr fluchtartig ohne Buch so schnell wie möglich wieder nach Hause. Sie ging spazieren, genoss die ersten warmen Sonnenstrahlen, aber verzog sich sofort wieder, wenn sie in die Massen an Menschen und Hunden geriet. Sie genoss es, nicht kochen zu müssen, ging in ein Restaurant, setzte sich hin, stand direkt wieder auf und stromerte weiter. Sie probierte herum und meistens passte nichts so richtig. Sie war auf der Suche, ohne die Richtung zu kennen und erlebte nur wenige Momente, in denen sie bei sich war. So tigerte sie unruhig und zunehmend elend herum, innerlich nach Drax oder nach einem Leben suchend, in dem sie nicht jeden Tag mit Drax verbrachte.

Immerhin war Frühling, die Tage wurden länger und die ersten Pflanzen streckten ihre Köpfe raus. Das Vogelkonzert draußen wurde vielstimmiger, Gänse tauchten auf, Balzerei und Nestbau nahmen Fahrt auf. Skye genoss mit allen Sinnen die Rückkehr von Farben, Gerüchen und Trällern, aber in ihr drin herrschte Abwarten: Was würde dieses Jahr bringen? Was würde sie tun und mögen? Wie würde es mit Drax, Kerscha, Gwen und mit Skye auf sich selbst zurückgeworfen weitergehen?

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Sonntag, 1. Januar 2023
Neujahr? Oder alles beim Alten?
Da fragte eine lokale Zeitung, woher dieser Hass gegen jene käme, die doch einfach nur nach zwei Jahren Verbot wieder so richtig Feuerwerk an Sylvester machen wollen.
„Hass“? Wer hasst denn da wen? Ich frage mich, warum diese Selbststilisierung zum Opfer in Trump-artiger Manier von Journalist*innen transportiert wird. Statt sich Kritik zumindest mal zu überlegen, wird von Böllerfans jeder Zweifel am eigenen Handeln zum Angriff überhöht, um bloß nicht die Idee aufkommen zu lassen, an der Kritik könnte etwas dran sein. Auf diese Weise wird mit viel Getöse auch übertönt, dass man eigentlich kein Argument für das eigene Handeln hat, außer: „ich finds geil für mich und tue es, weil ichs kann.“

Ein Mensch kann mit Hass konfrontiert und diskriminiert werden, weil er oder sie etwas IST(oder dafür gehalten wird) und aufgrund zugewiesener Merkmale und Verallgemeinerungen von einer machtvollen Gruppe beleidigt, diskriminiert oder angegriffen wird, z.B. als Frau von Übergriffen und Femiziden bedroht sein, als Schwarze Person ausgeschlossen und angegriffen werden, als queere Person beleidigt, geschlagen oder in die Selbsttötung getrieben werden.
Ein Mensch kann nicht diskriminiert werden, wenn er oder sie sich bewusst entscheidet, etwas zu TUN oder zu lassen. Wer die Wahl hat, sich impfen zu lassen, die Partnerin zu schlagen, Böller zu werfen oder eben nicht, ist damit verantwortlich für das eigene Tun und tut gut daran, sich Kritik erstmal anzuhören, bevor zum Gegenangriff und Selbstmitleid übergegangen wird.

Das ist kein Hass und keine Diskriminierung sondern eine berechtigte Frage, warum Menschen mitten in der Klimakrise Tonnen an Dreck in die Luft pusten. Das bisschen CO2 und Feinstaub, das an manchen Stellen eingespart wurde, ist damit wieder zunichte gemacht.

Sylvester haben Menschen, die sonst hochdramatisch über hohe Preise und knappes Geld jammern, eben mal so viele Millionen Euro im hohen zweistelligen, wenn ich sogar im dreistelligen Bereich in die Luft verfeuert (und das nur in Deutschland). Da ist also ein Vielfaches der Energiepauschale in Rauch aufgegangen.

Hinzu kommt die Qual für Tiere, Asthmatiker*innen und die Natur im Ganzen. Es ist kein Hass, sondern gibt ein Armutszeugnis, dass anscheinend nur ein staatliches Verbot bewirkt, Menschen daran zu hindern, zu zerstören. Über solche Verbote kann man sich trefflich aufregen – da bin ich sofort dabei. Umso mehr erschüttert mich, dass umweltfreundliches Verhalten ohne ein solches Verbot anscheinend bei zu vielen Menschen nicht zu erreichen ist. In einer Art kindlichen Trotzverhaltens, ohne Verbot nochmal ein paar Schüppen an Egoismus und Umweltzerstörung oben drauf zu legen, ist extrem autoritär-fixiert und rücksichtslos.

Mit ein bisschen Vernunft und Mitgefühl hätte - ohne dass der Staat nachhilft - klar sein können, dass die Welt ganz in echt keineswegs mehr Luftverschmutzung, mehr Lärm und mehr Überfüllung in den Notaufnahmen braucht. Das hat wenig mit Spaßverzicht sondern im Gegenteil mit Freude am Leben, an der Natur, an positiv genutzten Ressourcen (die Tafeln hatten das verballerte Geld bestimmt gut gebrauchen können) und mit der Rettung der Welt vor dem Klimakollaps zu tun.

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